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Kirche Milow

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Sie ist schon etwas ganz Besonderes, die stattliche Feldsteinkirche zu Milow.

 

Ausgezeichnet erhalten sei der frühgotische Feldsteinbau aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts, vermerkt Dehio." Im Grundriss ein gestrecktes Rechteck, der hohe Saalraum flachgedeckt, mit dem im Erdgeschoss tonnengewölbten Westturm von gleicher Breite ursprünglich durch einen breiten Spitzbogen verbunden. Stufenportale im Westen, Norden und Süden...; schlanke spitzbogige Fenster, je 4 an den Längsseiten."

Ohle weiß zu berichten, dass die kapitalkräftigeren Patrone gegen Ende des 18. Jahrhunderts massive Backstein-Türme errichten ließen, und nennt als Beispiele die Kirche zu Boitzenburg, Milow, Gerswalde, Stegelitz, Rosenow und Schönermark bei Prenzlau.

 

Auf die sehr regelmäßige Schichtung der Feldsteine verweist der Eintrag in „Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg", Bd. III Teil 1, S. 118. Hier findet man alles Wissenswertes zur Milower Kirche.

In der 1948 verfassten Milower Dorfchronik (Hermann Fürst) gibt es auch einen kurzen Abschnitt zur Kirche. „Das Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges 1914-1918 an der Hauptpforte zum Kirchvorplatz ist am 30.05.1926 eingeweiht worden".

 

Die Kirche soll im 13. Jahrhundert erbaut worden sein. Sie hatte ursprünglich einen Turm mit schlanker Spitze. Als dieser in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts (um 1870) baufällig geworden war, sollte er erneuert werden. Den Erneuerungsbau hatte die Kirchengemeinde ohne Mitwirkung der politischen Gemeinde begonnen. Letztere lehnte daher eine Beteiligung an den Kosten ab. Darauf wurde der unvollendete Turm mit einem Dachgerüst versehen und abgedeckt. Diesem Umstand hat Milow seinen abgestumpften Kirchturm zu verdanken.

 

Im Jahre 1918 wurden die zweite Glocke und die Orgelpfeifen zum Einschmelzen abgenommen. Sie waren den Erfordernissen des 1. Weltkrieges zum Opfer gefallen. Die Orgel wurden im Jahr 1922 wieder neu eingebaut, ist aber durch die Kriegsereignisse im April und Mai 1945 völlig zerstört worden.

 

L. Enders weist darauf hin, dass Milows Kirche als einzige im Nordteil des Uckerlandes Entlastungsbögen (Läuferschicht) über den Kämpfern hat. („Die Uckermark", 1992, S. 96).