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Güterberg

ehemaliges Schloss in Güterberg

Einwohner (Dezember 2015) im Ortsteil insgesamt: 149, davon in Güterberg 128 und

Carolinenthal 21                                                                                                        

Schriftliche Ersterwähnung: 1608 Guetterberch (Quelle: Landreiterbericht, Pr. Br. Rep. 78 Kupiar Nr.83, so Hist. Ortslexikon VIII 1986, S. 394, 1543 Jüterberg Kirchenvisitation Strasburg      

                                                                               

Güterberg wurde als Gutssiedlung gegründet. Im Laufe der Jahrhunderte gab es mehrere Besitzer, denen Anteile von Güterberg gehörten, Familien von Arnim, von Blankenburg, von Fahrenholz, von Steinwehr, von Eickstedt und von Winterfeld. Seit dem Jahre 1776 bis 1945 war Güterberg im Alleinbesitz der Familie von Arnim. Den Mittelpunkt des Dorfes bildet das vor 1870 erbaute Schloss, das als Zeichen der ehemaligen Gutsherrschaft gilt, sowie die das Schloss umgebende Parkanlage mit Sporteinrichtungen und der Dorfteich mit üppigen Ufer- und Wasserpflanzen. Das Güterberger Schloss wurde als zweigeschossiger, neun-achsiger Putzbau mit Mittelrisalit und drei Spitzbogenarkaden errichtet. Es dient derzeit als Dorfgemeinschaftshaus und wird durch den Gemeinnützigen Güterberger Dorfverein e.V. für Dorfveranstaltungen, Freizeitsport und Jugendclub, aber auch für Familienfeiern genutzt.  

 

Die kleine Feldsteinkirche mit umgebendem Friedhof wurde in den Jahren 1840 bis 1842 im Rundbogenstil auf rechteckigem Grundriss mit Backstein und Feldsteinmauerwerk, als Nachfolgebauwerk einer im Jahre 1698 auf einem anderen Grundstück gebauten Kirche, errichtet.                                

 

Auf dem das Landschaftsbild prägenden Pappelberg (105,6 m) steht seit 1994 eine 65 m hohe Windkraftanlage. Seit 1996 befindet sich hier auch eine weitere kleine Attraktion, eine überdachte Aussichtsplattform - die Kaiser - Manöver - Terrasse. Sie gibt einen unvergesslichen Ausblick über die weite und abwechslungsreiche uckermärkische, mecklenburgische und vorpommersche Landschaft frei. Der historische Hintergrund ist die Erinnerung an das größte der sogenannten Kaisermanöver vom 11. bis 13. September 1911 in der Uckermark und Mecklenburg, das der Kaiser persönlich leitete. Vom Pappelberg aus konnte das Schiedsgericht die Truppenbewegungen verfolgen. Eine Legende besagt, dass bei den Kämpfen um den Pappelberg die Manöverentscheidung per Order gefallen ist.                                                         

 

Carolinenthal gehört zum Ortsteil Güterberg. 1745 sind hier die ersten Ansiedlungen unter dem Namen Guterboksches Vorwerk bekannt. Seit 1817 heißt der Ort Carolinenthal. Mittelpunkt des Ortes ist das ehemalige Gutshaus in Feldsteinbauweise. Ebenfalls in Carolinenthal befindet sich am Ortsausgang in Richtung Strasburg ein Schwedengrab mit dreizehn als Rondell gepflanzten Winterlinden.